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Schrothkur im Diät-Test?

von Bianca Keybach

Immer wieder fällt die Schrothkur bei Diät-Tests wie kürzlich in der BILD am Sonntag durch. Warum ist das so? Ganz einfach: Die Schrothkur ist keine Diät!

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Kur bedeutet langweilig und muffig...

von Bianca Keybach

Eine Kur ist langweilig? Zur Kur fahren nur alte, kranke Menschen? Mit Hilfe der neuen App "Kurschatten - mein persönlicher Kurdirektor" hat dieses verstaubte Image der Kur endlich ein Ende.

Dr. med. Vera Brosig

Trockentage sind gesundheitsschädlich

von Dr. Vera Brosig

"Die geringe Flüssigkeitszufuhr bei der Schrothkur widerspricht den heutigen Kenntnissen der Ernährungswissenschaften und ist nicht zu verantworten", hört oder liest man immer wieder. Höchste Zeit dieses Thema einmal speziell aufzugreifen.

Dr. med. Andrea Wirrwitz-Bingger

Jojo-Effekt nach der Schrothkur

von Dr. Andrea Wirrwitz-Bingger

Durch eine 3-wöchige Schrothkur kann man 10% seines Körpergewichts abnehmen. Ideal um fit und schlank in den Frühling zu starten oder ist der berühmte Jojo-Effekt nach einer solchen Crash-Diät vorprogrammiert?

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Ohne Packung wirkt die Schrothkur genauso gut

von Bianca Keybach

"Ich möchte ausschlafen", "Anstatt in der Packung schwitze ich lieber in der Sauna"; diese und andere Ausreden verwenden Schrothkurgäste gerne, weil sie nur die Schrothkur-Diät machen und auf die Packung verzichten wollen. Ein schwerer Fehler...

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Johann Schroth 1798-1856
Johann Schroth 1798-1856
Schrothkur

Die (Erfolgs-) Geschichte der Schrothkur

Nicht ahnend, welche Bedeutung sein Naturheilverfahren einst erlangen würde, erkannte Johann Schroth bereits vor über 180 Jahren, dass das Vertrauen in die Natur sowie die Selbstheilungskräfte des Körpers der Schlüssel für Gesundheit und Wohlbefinden sind.

Wie Sebastian Kneipp hat auch Johann Schroth seine Anwendungen zunächst an sich selbst erprobt. 1817 wurde sein rechtes Kniegelenk durch den Hufschlag eines seiner Fuhrpferde verletzt. In Nieder-Lindewiese, einem kleinen Ort im ehemaligen Sudetenland (heute Tschechien), behandelte er mit kalt-nassen Umschlägen, die sich nach einiger Zeit erwärmten, die Verletzung erfolgreich.

Schroth beobachtete die Verhaltensweisen kranker Tiere, deren Instinkt im Vergleich zum Menschen noch wesentlich ausgeprägter ist. Diese verweigern die Nahrungsaufnahme und schränken das Trinken in der Regel ein, wenn sie eine Krankheit plagt. Dadurch werden die körpereigenen Abwehr- und Selbstheilungskräfte mobilisiert. Essen und Trinken binden einen Teil der Körperenergie für kompliziert ablaufende Stoffwechselvorgänge. Fasten bedeutet also Entlastung und Freisetzung dieser Energien, so dass diese auf natürliche Art den Körper von Innen heraus regenerieren können.

Durch den 2. Weltkrieg und dem damit verbundenen Flüchtlingsstrom in den Westen, verlor die Schrothkur ihre angestammte Heimat in Nieder-Lindewiese. Dr. med. Hermann Brosig brachte 1947 von Nieder-Lindewiese sein Wissen und seinen unerschütterlichen Glauben an die Heilkraft dieses Naturheilverfahrens nach Oberstaufen, wo er "von der einzigartigen Schönheit der Landschaft und dem heilkräftigen Klima begeistert" war.

Der hohe Freizeit- und Erholungswert des Allgäuer Ortes erschien ihm ideal als neue Heimat der Schrothkur und ihrer großartigen Heilerfolge. Am 11. Januar 1949 stand der erste Schrothkurgast am Bahnhof - das war die Geburtsstunde. Der Erfolg hat seiner Überzeugung Recht gegeben. Heute ist Oberstaufen als einzig anerkanntes Schroth-Heilbad Deutschlands untrennbar mit dem Naturheilverfahren nach Johann Schroth verbunden.