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Kuren in Bayern - so zahlt die Kasse

Kurdirektor Bianca Keybach von Bianca Keybach am 08.11.2010

Jeder gesetzlich Krankenkassen-Versicherte hat Anspruch auf eine Kur - sofern ein Arzt die medizinische Notwendigkeit bestätigt. In zehn Schritten gehts zum von der Krankenkasse finanzierten Kuraufenthalt.

1. Anspruch:
Jeder, der in einer gesetzlichen Krankenversicherung ist und bei dem die medizinischen Voraussetzungen vorliegen, hat Anspruch auf eine Kur. Wer in der Vergangenheit Kurleistungen erhalten hat, bekommt in der Regel frühestens nach drei Jahren erneut eine Kur genehmigt.

2. Ärztlicher Befund:
Jede Kur beginnt mit einem Gespräch bei dem behandelnden Arzt. Dieser bescheinigt die medizinische Notwendigkeit einer Kurmaßnahme und rät je nach Schwere des Krankheitszustandes zu einem ambulanten oder stationären Aufenthalt.

3. Antrag:
Gemeinsam mit dem Arzt wird der Antrag ausgefüllt und bei dem zuständigen Kostenträger des Patienten (Kranken- / Rentenversicherung, Beihilfestelle) eingereicht. Der Arzt sollte eine umfassende Begründung für die Notwendigkeit der Kurmaßnahme erstellen und dem Antrag beilegen.

4. Prüfung:
Es folgt die Überprüfung des Kurantrages durch den medizinischen Dienst, den Vertrags- oder Amtsarzt.

5. Genehmigung:
Die anschließende Genehmigung der Vorsorge- oder Rehabilitationsmaßnahme erfolgt durch die zuständige Krankenkasse, Renten- oder Beihilfestelle.

6. Ablehnung:
Bei einer Ablehnung des Antrages kann – am besten mit Unterstützung des behandelnden Arztes – schriftlich Widerspruch eingelegt werden. In Härtefällen hilft eine Klage vor dem Sozialgericht.

7. Private Kur:
Eine Kur ist auch jederzeit auf eigene Kosten möglich. Mitglieder einer gesetzlichen Krankenversicherung haben bei medizinischer Notwendigkeit Anspruch auf Heilmittel und können diese von einem Vertragsarzt am Kurort oder am Heimatort verordnet bekommen. Bei der Verordnung von Heilmitteln beträgt die Zuzahlung zehn Prozent. Außerdem sind zehn Euro pro Verordnung/Rezept zu bezahlen.

8. Kurort:
Bei einer ambulanten Vorsorgeleistung kann der Patient frei einen anerkannten Kurort auswählen(*) Bei einer stationären Vorsorgeleistung oder einer Rehabilitationsleistung empfiehlt die Krankenkasse eine Vertragseinrichtung.

9. Durchführung:
Ein ambulanter oder stationärer Kuraufenthalt dauert in der Regel drei Wochen. Eine Verlängerung ist je nach Schwere der Krankheit möglich.

10. Kosten:
Bei einer stationären Rehabilitation, einer stationären Vorsorgeleistung sowie einer ambulanter Rehabilitation besteht eine volle Kostenübernahme. Die Eigenbeteiligung liegt bei zehn Euro pro Tag. Bei ambulanten Vorsorgeleistungen in anerkannten Kurorten werden 100 Prozent der Kurarzt-Kosten und 90 Prozent der Kurmittel übernommen. Darüber hinaus gibt es einen Zuschuss für Unterkunft, Verpflegung und Kurtaxe von bis zu 13 Euro pro Tag, für Kleinkinder 21 Euro pro Tag. Die Eigenbeteiligung liegt bei zehn Euro pro Verordnung und zehn Prozent der Kurmittel.

→ Weitere Informationen zu den verschiedenen Wegen zur Kur

Der Weg zur Kur

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